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Steillagenweinbau schafft Vielfalt –
Das Moselprojekt

Aktuell

28.09.2018

Das „Wildbienenhotel“ steht – die geflügelten Gäste können kommen!

Im Rahmen des Moselprojekts bauten die Kinder der beiden zweiten Klassen der Astrid-Lindgren-Grundschule in Winningen ein „Wildbienenhotel“.

An zwei Vormittagen lernten die Grundschulkinder auf spielerische Weise viel Spannendes über das Insektenleben der wilden Bienen und dass diese, anders als die Honigbienen, zwar keinen Honig machen, aber wertvolle und effektive Bestäuber für viele Kultur-und Wildpflanzen sind. Zudem erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass es für Wildbienen immer schwieriger wird, geeignete Lebensräume zu finden. Deshalb ist es wichtig, Nisthilfen zu bauen und für einen arten- und strukturreichen Lebensraum mit reichlich Nahrungsangebot zu sorgen.

Die Aktion konnte dank folgender Akteurinnen und Akteure erfolgreich durchgeführt werden: Winzerin Ute Mölich (Weingut Ute Mölich, Winningen), die das Moselprojekt-Wildbienenhotel in ihrem Weinberg aufstellte, die Kinder der Grundschule Winningen mit ihrer Lehrerin Rosi Schuff, die das Wildbienen-Projekt in Vertretung ihrer Kollegin Katrin Hunz in den beiden Klassen ermöglichte und mitorganisierte. Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH in Koblenz unterstützte die Aktion mit bienenfreundlichem Baustoff.

Die Zweitklässler haben fleißig gebastelt und viele Konservendosen mit Bambusstängeln bestückt. Ein Informationsschild informiert über die Brutbiologie der Wildbienen.

 

04.07.2018

Schmetterling des Jahres ist unterwegs

Die Zwischenzeilenansaaten in den Projektrebflächen blühen – und werden neben anderen Insekten reich besucht von Hautflüglern und Tagfaltern. Bienen und Hummeln aller Art und in großer Zahl sind festzustellen. Bei den Tagfaltern fallen viele Schwalbenschwanz- und Segelfalter und Kaisermantel ins Auge, darüber hinaus Weißlinge, Tagpfauenauge, Admiral, Kleiner und Großer Fuchs (Schmetterling des Jahres 2018) in großer Zahl. Auch das kolibirähnliche Taubenschwänzchen erfreut die interessierten Besucher, die tagsüber in den blühenden Weinbergen unterwegs sind. Die Rote Mordwanze ist bei der Jagd zu beobachten. Der trocken-warmen Frühsommer brachte auch eine Menge unterschiedlicher Schrecken in großer Zahl hervor.

Gemeinsam mit den Winzerinnen und Winzern freuen wir uns sehr darüber – zumal wir mit dem Moselprojekt dazu beitragen können,  Pollen und Nektar anzubieten.

    

Fotos von oben nach unten:  Raupe des Schwalbenschwanzfalters  – Rote Mordwanze  –  Segelfalter

 

12.06.2018

Blühende Zwischenzeilenbegrünungen

Nach der Zwischenzeilenansaat im April 2017 herrschte lange Unsicherheit, ob die Samen überhaupt jemals keimen würden – wochenlang herrschte extreme Trockenheit und Hitze. Nach dem Sichten erster „Pioniere“ aus der Saatgutmischung dann in den Herbstmonaten ist es jetzt aber offensichtlich:

Die Begrünung mit standorttypischen Blühpflanzen, dessen Zusammensetzung das Projekt „Steillagenweinbau schafft Vielfalt – Das Moselprojekt“ zusammengestellt hat, hat sich durchgesetzt! Zurzeit weist sie einen Blühaspekt von etwa 15 verschiedenen blühenden Wildpflanzen auf. Gerade ist Natternkopf der „Chef im Ring“, begleitet von Taubenkropf-Leimkraut, Weißer Lichtnelke, Gelbem Wau und Schafgarbe, Ackerwitwenblume, Johanniskraut und Weißem Labkraut. Demnächst wird auch noch der Wilde Majoran aufblühen. Zahllose verschiedenen Bienen und Tagfalter sind zu beobachten. Die diesjährige extrem feuchtwarme Witterung führt auch bei der Zwischenzeilenbegrünung dazu, dass die Blühabfolge Schlag auf Schlag geschieht. Auch sind die Begrünungspflanzen, allen voran wieder der Natternkopf, sehr hoch gewachsen. Die Winzerbetriebe haben deshalb schon teilweise zumindest selektiv die Begrünung gestutzt oder die entsprechenden Reihen gemäht. Das Mulchen wäre hier zwar die einfachste, aber auch die schlechteste Lösung, denn es würde alle auf den Begrünungspflanzen lebenden Insekten ums Leben bringen, zu einer sofortigen Stickstoffumsetzung führen und langfristig das Durchsetzen der Gräser fördern.

Die auf weiteren Rebflächen im April 2018 eingesäte Zwischenzeilenbegrünung auf Moselprojekt-Rebflächen hatte gute Startbedingungen. Das als Ammensaat beigemischte Phacelia blüht nun auch und zieht ebenfalls unzählige Blütenbesucher an.

Die Witterungsbedingungen stellen eine extreme Herausforderung für die Winzerinnen und Winzer dar. Wie sich das Experiment „Zwischenzeilenbegrünung mit heimischen Blühpflanzen“ und das damit verbundene erforderliche Pflegemanagement in diesem Zusammenhang bewährt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

    

Bilder oben und Mitte: Die im April 2017 eingesäte Zwischenzeilenbegrünung mit der Saatgutmischung “Moselprojekt”  begeistert nun durch reiche Blüte.
Bild unten: Das  2018 in die Begrünung als Ammensaat zugemischte Phacelia stellt derzeit eine hervorragende Trachtpflanze für Bienen und  Falter dar.

 

06.05.2018

Veldenz schafft Natur-Erlebniszone

In der Gemeinde Veldenz (Kreis Bernkastel-Wittlich) bauten der örtliche Heimatverein, die Kindertagestätte Grenzenlos und das Team des Biodiversitätsprojekts „Steillagenweinbau schafft Vielfalt – Das Moselprojekt“ einen Lebensturm. Die Aktion am 6. Mai war Teil des vielfältigen Programms „Tag der Lebendigen Moselweinberge“.

Auf einer Wiesenfläche inmitten der Weinberge wurden am Rand des Veldenzer Kirchbergs ein Lebensturm und mehrere Steinlinsen und Totholzhaufen errichtet. Insbesondere der Lebensturm ist mit seinen gut drei Metern Höhe von weitem sichtbar. Die örtliche Forstverwaltung stellte Fichtenstämme für die Konstruktion zur Verfügung, ehrenamtlich engagierte Winzer und ein örtlicher Zimmermannsbetrieb bauten daraus in einer Freiwilligenaktion das Gerüst für den Lebensturm. Ein Winzerbetrieb spendete Fassdauben, mit denen die Zwischenböden und die Überdachung gezimmert werden konnten. Mit tatkräftiger Unterstützung durch die Kindertagesstätte Grenzenlos füllten am „Tag der Lebendigen Moselweinberge“ am 6. Mai viele helfende Hände in einer Gemeinschaftsaktion den Lebensturm mit Schiefersteinen, Holzstämmen, Astwerk, Altholz, Laub, hohlen Knöterichstängeln, Schilf und Stroh. Für Igel, Erdkröten und Eidechsen, verschiedene Käfer, Wildbienen und Wespen sowie Spinnen wurde der Lebensraum durch ein neues, reiches Angebot an Überwinterungsplätzen und Verstecken verbessert. Dazu kamen Nistkästen für Meisen und in der obersten Etage vorgebohrte Holzblöcke für Wildbienen, fachgerecht nach Südosten und Süden ausgerichtet. Kinder bohrten weitere Brutgänge für Wildbienen in die Lebensturm-Konstruktion und füllten Ton-Blumentöpfe mit Heu und Bast, als Schlupfwinkel für Ohrenkneifer, Marienkäfer oder Florfliegen. Mitarbeiter des Moselprojekts begleiteten die Aktion fachlich.

Der heiße und strahlende Maitag gab einen Vorgeschmack auf das Kleinklima, das in den Sommermonaten auf dieser offenen Grasfläche herrscht. Die wärmeliebenden Tiere in unserer Moselweinkulturlandschaft sind daran angepasst, verlieren aber immer mehr Lebensraum. Ihnen wieder einen Platz zu geben, ist Sinn dieser Gemeinschaftsaktion und der neu geschaffenen Erlebniszone, in der nicht nur die heranwachsende Generation viel über das Ökosystem Weinberg lernen kann. Die auf der angrenzenden Fläche eingebrachte Ansaat mit einheimischen standortgerechten Blühpflanzen rundet die neue Vielfaltsfläche ab und wird bald ein reiches Nahrungsangebot für viele Insekten bieten. Alle Akteure hoffen, dass der Lebensturm und die Stein- und Totholzhaufen bald besiedelt werden und die neue Erlebniszone von vielen Interessierten aufgesucht wird. Die Gemeinde Veldenz wird die neue Vielfaltsfläche als Station in ihrem neuen Weinlehr- und Erlebnispfad integrieren. Informationsschilder des Moselprojekts geben schon jetzt Auskunft über das „haufenweise Leben“ im Lebensturm und in den Stein- und Altholzhaufen.

Schieferstein- und Totholzhaufen bergen viele Kleinlebensräume,
ebenso wie ein Lebensturm. (Fotos: Anne Buchsbaum-Sehn)

 

 

05. und 06. Mai 2018

Der 5. & 6. Mai gehört uns – Tage der Lebendigen Moselweinberge

Winzerinnen und Winzer und Projektteam des Moselprojekts zeigen die Vielfalt und Schönheit der Weinkulturlandschaft an der Mosel.

Das Moseltal wird durch eine Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, sowie die historischen Weinhänge mit ihren landschaftsprägenden Baudenkmälern bestimmt. Die über Jahrhunderte entstandene Kulturlandschaft gilt es zu schützen, die Biodiversität zu erhalten und zu fördern. Erleben Sie in den Führungen, Ausstellungen und Projekten vor Ort die einzigartige Landschaft mit ihrer Artenvielfalt. Naturerlebnisbegleiter, Winzer und Experten bringen Ihnen an den Tagen der Lebendigen Moselweinberge die Besonderheiten unserer vom Weinbau geprägten Kulturlandschaft näher.

Knapp 30 Veranstaltungen, Workshops und geführte Wanderungen bieten am 05. und 06. Mai 2018 Einblicke in die Einzigartigkeit der Mosel. Experten vor Ort helfen, die Vielfalt zu entdecken und Zusammenhänge zu verstehen. Der beigefügte Link führt zum Veranstaltungsprogramm der Tage der Lebendigen Moselweinberge.  Kommen Sie mit auf Entdeckungstour ! – Anmeldung bei den jeweiligen Kontaktadressen.

Weitere Informationen mit den Veranstaltungen des Moselprojekts finden Sie hier.

Das komplette Programm der Tage der Lebendigen Moselweinberge 2018

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07.02.2018, Ernst/ Mosel

Fachtagung “Artenvielfalt und Nachhaltigkeit im Weinberg”

Die sehr gut besuchte Fachtagung bot höchst interessante Vorträge zu den Wechselwirkungen zwischen Begrünungen in Rebzwischenzeilen und Fauna sowie Wasserhaushalt. Von wissenschaftlichen Untersuchungen wurde abgeleitet, inwiefern Begrünungen in Rebzwischenzeilen positive oder negative Auswirkungen haben können.

Ergebnis ist, dass es keine allseits gültigen Ergebnisse oder Rezepte geben kann, da die Einwirkungen von Witterung, Besonnung,  Hangneigung, Wasserverfügbarkeit, Bodenverhältnissen, Landschaftsstrukturen,  natürlicher Vegetation und Rohbodenanteil jeden Standort individuell prägen. Hinsichtlich der Einschätzung der Wasserversorgung eines Standortes und seiner Wasserbilanz und nutzbaren Feldkapazität helfen eine Beobachtung der Wetteraufzeichnungen eine genaue Analyse des Bodens sowie die online verfügbaren Bodenkarten (www.LGB-RLP.de). In diesem Kartendienst des Landesamtes für Geologie und Bergbau sind Kriterien wie Wasserbilanz, Hangneigung, Exposition und Grabbarkeit flurstücksgenau einsehbar. Der darin ebenfalls einsehbare Wert zur nutzbaren Feldkapazität erlaubt eine Einschätzung, ob eine Rebfläche für eine Zwischenzeilenbegrünung geeignet ist oder ob z. B. wegen zu geringer Wasserverfügbarkeit lediglich verdunstungsmindernde Maßnahmen getroffen werden sollten.

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10.01.2018         

Moselprojekt erhält Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Das Projekt „Steillagenweinbau schafft Vielfalt – das Moselprojekt“ wurde am 10. Januar 2018 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Die Auszeichnung wurde im Rahmen des Mosel-Weinbautages im Hotel Moselpark in Bernkastel-Kues von Gabriela Fürstin zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, UN-Dekade-Botschafterin, und  Andy Becht, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade übergeben. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Der Einsatz der Winzerinnen und Winzer in den Steillagenrebflächen an der Mosel hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. Neben einer Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhielt der Weinbauverband Mosel im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e. V. einen „Vielfalts-Baum“, der symbolisch für die bunte Vielfalt und einzigartige Schönheit der Natur steht, zu deren Erhaltung das „Moselprojekt“ einen wertvollen Beitrag leistet. Ab sofort wird das Projekt auf der deutschen UN-Dekade-Website unter www.undekade-biologischevielfalt.de vorgestellt.

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„SWR Aktuell“: Verleihung der Auszeichnung „UN-Dekade-Projekt“, gesendet am 10.02.2018 in SWR RLP (externer Link)

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22.12.2017

Gemeinsam geht’s besser

Im Jahr 2016 wurde im Weinort Veldenz im Kreis Bernkastel-Wittlich eine Solidargemeinschaft gegründet. Ziel ist das Einrichten eines Solidarfonds, in den über Spenden ein Beitrag zur Pflege der Weinkulturlandschaft geleistet werden kann. Mit den Finanzmitteln dieses Fonds, dessen Bankkonto über die Ortsgemeinde verwaltet wird, soll zukünftig die Pflege der Rebbrachen finanziert werden. Nun macht dieses Beispiel Schule: auch im benachbarten Ort Burgen werden jetzt erste Schritte in die gleiche Richtung übernommen. Auch hier hat ein örtlicher Winzer erste Gespräche mit der Ortsgemeinde und Eigentümern von Brachflächen geführt, um gemeinsam eine nachhaltige Lösung für die Rebbrachenpflege zu finden.

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26.10.2017

Link zu kurzem Videoclip       Funkgesteuerte Mulchraupe

Rebbrachenpflege mit funkgesteuerter Raupe

Für einen Mulchgang auf  bereits einmal im vergangenen Winter entbuschten Rebbrachen setzte das beauftragte Unternehmen eine ferngesteuerte kleine und sehr wendige Mulchraupe ein. Das Ergebnis war hervorragend! Zusätzliche Freischneiderarbeiten entlang von Trockenmauern stellten auch diese wieder frei – und so wurden zahlreiche Meter Mauer und Hektar Fläche wieder zu wertvollen Lebensräumen für wärmeliebende Reptilien, Insekten und Pflanzen des Offenlandes. Gleichzeitig erreicht diese Brachflächenpflege eine Aufwertung der angrenzenden Rebflächen und des Landschaftsbildes der Weinkulturlandschaft.

In der Steillage ein tolles Gerät für die Brachflächenpflege: eine funkgesteuerte Mulchraupe.

 

 

 

 

 

 

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20.10.2017

Teilerfolg: Keimen der Zwischenzeilenansaat

Nach laufender Beobachtung der im April/Mai 2017 ausgebrachten Zwischenzeilen­ansaat ist nun Erfolg zu verzeichnen:

Die Ansaat der blütenreichen ausdauernden Mischung aus Saatgut aus der Region erfolgte bei trockenem Wetter, das auch anschließend noch weitere 3 Monate anhielt. In Verbindung mit extremer Hitze stellte es einen für alle landwirtschaftlichen Kulturen denkbar ungünstige Witterungsverlauf dar.

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Im Vergleich zur Nachbarzwischenzeile zeigt sich hier eine deutlich erhöhte Artenvielfalt.

 

 

 

 

 

 

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05.10.2017

Gemeinsam Artenvielfalt wahren und fördern

Bereits im Februar 2017 waren einige Winzerinnen und Winzer sowie Landwirtinnen und Landwirte der Einladung des Deutschen Bauernverbands gefolgt, um gemeinsam Möglichkeiten zu erarbeiten, wie der landwirtschaftliche Berufsstand zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft beitragen kann. Zum Workshop „Gemeinsam Artenvielfalt wahren und fördern“ am 24./25. August 2017 auf der Marienburg bei Zell/Mosel fand sich erneut eine kleine, aber sehr interessierte und engagierte Gruppe von Winzerinnen und Winzern zusammen, um an dieser Themenstellung weiter zu arbeiten.

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Weitere Informationen >>>

Arbeit in Kleingruppen

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21.05.2017

“Tag der Artenvielfalt” an der Mosel

Internationaler Tag der Artenvielfalt: Das Moselprojekt zeigte seine Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt in Brauneberg, Weingut Karp-Schreiber und in Hatzenport an der Sankt-Johanniskirche in Kooperation mit dem Weingut Gietzen. Diese Veranstaltungen stehen im Kontext mit weiteren äußerst interessanten regionalen Angeboten anlässlich des Internationen Tags der Artenvielfalt:“ Alle Veranstaltungen finden Sie hier.

 

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10.05.2017

Untersuchungen beweisen: Steillagenweinbau schafft Vielfalt!

Ob Steillagenweinbau tatsächlich biologische Vielfalt schafft, wurde im Jahr 2016 auf ausgewählten Flächen im gleichnamigen Projekt des Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e. V. untersucht. Jetzt liegen die Ergebnisse vor: Sie sind nicht nur umfassend, sondern auch erfreulich und teils erstaunlich.

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Die strukturreiche Weinkulturlandschaft an der Untermosel zeichnet sich durch eine vergleichsweise hohe Artenvielfalt aus.

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06.04.2017

Zwischenzeilenbegrünung ist angesät

Die warmen Frühlingstage Ende März bis Anfang April boten die Gelegenheit, in den Rebflächen die geplante Zwischenzeilenansaat durchzuführen. Diesen Moment hat das Team des Moselprojekts „Steillagenweinbau schafft Vielfalt“ lange herbeigesehnt. Viel Vorarbeit war schon in die Zusammensetzung der Saat­gut­mischung und in die Beschaffung des Saatguts geflossen. Nun war es also endlich so weit: Der Schritt von der Theorie in die Praxis konnte gemacht werden.

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Ansaat der blütenreichen Zwischenzeilenbegrünung mit schmalen selbstfahrenden Weinbergstraktoren…

… oder mit dem Raupenmechanisierungssystem


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10.02.2017, Bernkastel-Kues

Was blüht in meinem Weinberg?
Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau stellte in einer Informationsveranstaltung die Blühpflanzen vor, die in der geplanten Saatgutmischung für Saum- und Rebzeilenbegrünung vorgesehen sind und im Frühjahr 2017 zur Aussaat kommen sollen. Darüber hinaus wurde ein floristischer Abriss über den Lebensraum Weinberg geboten. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einem praxisorientierten Vortrag zu Erfahrungen im Bereich Aussaat und Pflege von Rebzeilenbegrünung.

Lesen Sie hier den vollständigen Bericht und laden Sie die Vorträge und Materialien herunter.

Workshop "Was blüht denn da?", Bernkastel-Kues 10.02.2017

Sehr interessiert lauschten die zahlreichen Zuhörer den neuen Informationen zum Thema Begrünung der Rebzwischenzeilen und Säume.

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Januar 2017

Im Rahmen des Projekts “Steillagenweinbau schafft Vielfalt – das Moselprojekt” hat der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V. im Jahr 2016 insgesamt elf Nisthilfen aufgestellt. Bereits im vergangenen Winter entbuschte Rebbrachen werden seit Herbst 2016 ein zweites Mal vor allem von Brombeergebüsch befreit, andere Flächen erstmals einem Mulchgang unterzogen. Für mehr Blühvielfalt sowohl in Zwischenzeilen als auch in den Saumstrukturen wurden im Sommer verschiedene Saatgutmischungen entwickelt und die Ansaat für 2017 vorbereitet. Gesammelte Samen regionaltypischer Blühpflanzen werden inzwischen bereits in eigens dafür angelegten Saatbeeten weitervermehrt.


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07.12.2016, Trierer Volksfreund

Veldenzer gründen Solidargemeinschaft : Im Weinberg klar Schiff machen

Immer öfter sorgen Brachflächen in den Weinbergen für Ärger. Sie gelten als Brutstätten für Schädlinge. Mit einem Solidarprojekt wollen die Veldenzer diesen sogenannten Drieschen zu Leibe rücken – und erhalten Unterstützung vom Bauern- und Winzerverband. Weiter zum vollständigen Bericht (externer Link zu volksfreund.de).

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21.05.2016, Bernkastel-Kues

“Lebendige Moselweinberge – Nachtschwärmer unterwegs”

Im Weingut Melsheimer in Reil begann der für den 22. Mai 2016 ausgerufene „Tag der Lebendigen Moselweinberge“ bereits am späten Nachmittag des vorherigen Tages: Um 17:00 Uhr begrüßte Thorsten Melsheimer etwa 35 Gäste und eröffnete die Veranstaltung „Schmetterlinge an der Mittelmosel“ in seinem Weingut. Der Biologe und Journalist Armin Dahl aus Traben-Trarbach zeigte, wie er Nachtfaltern auf die Spur kommt: Mittels „Lichtfang“.

Wie viele Falterarten konnten die Gäste an diesem Abend beobachten, und was hat das Moselprojekt „Steillagenweinbau schafft Vielfalt“ des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau damit zu tun? Lesen Sie hier den vollständigen Bericht.

In der lauen Mainacht hat sich ein Großer Gabelschwanz auf der Lichtfangsäule niedergelassen. An diesem Wochenende konnten 140 unterschiedliche Tag- und Nachfalterarten in Reil beobachtet werden (alle Fotos: Anne Buchsbaum):
GroßerGabelschwanz_Bildnachweis_Anne Buchsbaum

Großer Gabelschwanz

Maikäfer auf dem Lichtfangnetz_Bildnachweis_Anne Buchsbaum

Maikäfer auf dem Lichtfang

Thorsten & Stefanie Melsheimer an einer Lichtfangsäulen_Bildnachweis_Anne Buchsbaum

Th. und St. Melsheimer an einer Lichtfangsäule

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

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08.04.2016, Hatzenporter Weinberge

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e. V. informierte an Ort und Stelle in den Weinbergen über Hatzenport an der Terrassenmosel über die Projektmaßnahmen des Moselprojektes. Bei einer etwa 1,5 stündigen Exkursion, ausgehend vom Weinhof Gietzen in Hatzenport, wurden die geplanten Maßnahmen an konkreten Flächen erläutert.

Die Projektleiterin Anne Buchsbaum erklärt Landespflegern das Moselprojekt in den Hatzenporter Weinbergen:
Führung in Hatzenport

Foto: Anne Buchsbaum

 

 

 

 

 

 

 



 

Termine
Kontakt

Ansprechpartnerinnen beim Bauern- und Winzerverband  Rheinland-Nassau e. V.
Karl-Tesche-Straße 3
56073 Koblenz

Anne Buchsbaum-Sehn und
Carmen Kittelberger
Tel.: (+49) 0261 / 98 85 – 10 15
Mail: moselprojekt@bwv-net.de

Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie durch die Landwirtschaftliche Rentenbank.