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Wissenschaftliche Begleitung

Projektbegleitende Prozessanalyse und Evaluation

Das Vorhaben wird wissenschaftlich durch das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. begleitet. Dieses Teilprojekt (‚Projektbegleitende Prozessanalyse und Evaluation‘) untersucht die Fragestellung, ob und wie die gesteckten Ziele zur Förderung von Ökosystemleistungen erreicht werden, wie die Integration der Maßnahmen in die landwirtschaftlichen Produktion gelingen, und wie eine Akzeptanz bei Landwirtinnen und Landwirten sowie Winzerinnen und Winzern sowie der breiten Öffentlichkeit für produktionsintegrierte Naturschutzmaßnahmen erreicht werden kann. Die Erfahrungen aus den drei Untersuchungsgebieten sollen dabei erfasst und zusammengestellt werden, um auch Empfehlungen ableiten zu können für die Etablierung von Maßnahmen in weiteren Gebieten. Damit wird der Modellcharakter des Verbundvorhabens deutlich.

In jedem Untersuchungsgebiet werden einerseits biodiversitätsfördernde Maßnahmen mit der Landwirtschaft erprobt und ein begleitendes Monitoring durchgeführt, andererseits wird die Einstellung von Landwirten und weiteren Akteuren in den Regionen zum Thema Naturschutz erfasst. Beide Bereiche werden im Teilprojekt durch das ZALF bearbeitet:

Arbeitspaket 1: ‚Evaluierung der Effekte für die biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen‘
Hier wird dargestellt, welche Ziele durch die Maßnahmen jeweils erreicht werden sollen, wie die Maßnahmen ausgestaltet werden im Projektverlauf und wie der Erfolg von Maßnahmen festgestellt werden kann. Dabei wird nicht nur die unmittelbare Wirkung auf Indikatoren der Biodiversität betrachtet, sondern das umfassendere Konzept der Ökosystemleistungen angewendet. Die vom ZALF unterstützten ökologischen Begleituntersuchungen auf den Praxisflächen sollen auch darüber Aufschluss geben, welcher ökologische Mehrwert für die heimische Tier- und Pflanzenwelt durch die ausgewählten Naturschutzmaßnahmen erzielt werden kann. Dies zusammen erlaubt sowohl eine ganzheitlichere Darstellung der Wirkungen im regionalen Maßstab, als auch Vergleiche zwischen den Gebieten und eine Verallgemeinerung hinsichtlich der Empfehlungen für andere Regionen.

Arbeitspaket 2: ‚Evaluation von Prozessen, Akzeptanz und Bewusstseinsbildung‘
In diesem Arbeitspaket werden die Einstellungen der Landwirtinnen und Landwirte sowie Winzerinnen und Winzer zu produktionsintegrierten Naturschutzmaßnahmen untersucht, Veränderungen im Projektverlauf analysiert und dokumentiert  sowie Hemmnisse  bei der  Durchführung der Maßnahmen eruiert. Parallel dazu wird untersucht, wie die Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt durch eine breite Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Datengrundlage bilden zum einen Befragungen der Landwirte und Landwirtinnen sowie der Winzerinnen und Winzer in den Projektregionen sowie Befragungen  von Gemeindevertreter und Bürgermeister in den Kommunen. Andererseits liefern aber auch Projekt bezogene Aktivitäten in den Regionen, wie z.B. Feldtage sowie die Auswertung von Projekt- und  Medienberichten wichtige Informationen.  Die Ergebnisse sollen Empfehlungen geben, wie die Akzeptanz von produktionsintegrierten Maßnahmen bei den Akteuren der Landwirtschaft, aber auch einer breiten Öffentlichkeit befördert werden kann.
Das Teilprojekt „Projektbegleitende Prozessanalyse und Evaluation“ findet im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt statt.

Informationen zum Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. finden Sie auf der Website www.zalf.de. Unterstützt wird das ZALF durch seine Tochtergesellschaft ‚agrathaer GmbH‘, die in diesem Projekt mit dem anwendungsbezogenen Wissenstransfer beauftragt ist.

 

Termine
Kontakt

Ansprechpartnerin und Ansprechpartner beim
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e. V. (ZALF)
Eberswalder Straße 84
15374 Müncheberg

Dr. Rosemarie Siebert
Institut für Sozioökonomie
Tel.: (+49) 033432 / 82 – 204
Mail: rsiebert@zalf.de

Dr. Ulrich Stachow
Institut für Landnutzungssysteme
Tel.: (+49) 033432 / 82 – 267
Mail: stachow@zalf.de

Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie durch die Landwirtschaftliche Rentenbank