Menu

Energiepflanzenanbau und Biodiversität
im Münsterland

Gemeinsam für Artenvielfalt in der Landwirtschaft –
Auch Ihre Stimme zählt!

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Im Rahmen dieser UN-Dekade werden Projekte ausgezeichnet, die sich in nachahmenswerter Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen. In jedem Monat stehen ausgezeichnete Projekte zur Wahl als Monatsprojekt.

Erfreulicherweise wurde das Projekt „Energiepflanzenanbau und Biodiversität im Münsterland“ der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft im Dezember zur Wahl als Monatsprojekt aufgestellt. Das landwirtschaftlich initiierte Naturschutzprojekt setzt gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten ökologische Maßnahmen um, die in den Anbau von Energiepflanzen integrierbar sind und gleichzeitig die Artenvielfalt fördern. Das einzigartige Projekt verbindet Naturschutz mit der landwirtschaftlichen Produktion und trägt somit zu einer nachhaltigen Landwirtschaft bei.

Wenn auch Sie der Meinung sind, dass die Artenvielfalt gemeinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten gefördert werden soll, dann stimmen Sie unter dem folgenden Link für das Projekt ab:  https://www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/projekt-des-monats-waehlen/
Der Gewinner des Monatsprojekts kann anschließend von einer Fachjury zum Jahresprojekt der UN-Dekade gewählt werden.

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt gefördert und ist Teil des Verbundprojektes „Lebendige Agrarlandschaften“. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter www.kulturlandschaft.nrw oder auch gerne persönlich bei der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft unter 0251/ 4175.181.

 

___________________________________________________________________

Im westlichen Münsterland werden neben Nahrungsmitteln auch Futter und Energiepflanzen angebaut, zu denen zum Beispiel der Mais zählt. Das Projekt widmet sich daher der Umsetzung von ökologischen Maßnahmen, die in den Anbau von Energiepflanzen integrierbar, aus Biodiversitätsgründen wertvoll und aus landwirtschaftlicher Sicht zweckmäßig sind. Diese produktionsintegrierten Naturschutzmaßnahmen erhöhen nicht nur das Lebensraumpotenzial vieler zum Teil gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, sondern sind auch für das Auge des Erholungssuchenden eine willkommene Abwechslung.

Neben dem Anbau von ein- oder mehrjährigen Blühstreifen oder -flächen, die teilweise auch energetisch genutzt werden können, wird der Maisanbau selbst durch Untersaaten oder durch einen Anbau im Gemenge ökologisch aufgewertet. Darüber hinaus lockern Sommer- und Wintergetreidegemenge als Alternativen für die Biogasnutzung sowie extensiver Getreideanbau mit reduzierter Aussaatmenge die Fruchtfolge auf.

Blick über das Münsterland bei Billerbeck

Blick über das Münsterland bei Billerbeck

Extensiver Getreideanbau

Extensiver Getreideanbau

Ziel des Projektes …
… ist die ökologische Aufwertung der Agrarlandschaft durch die Umsetzung verschiedener Maßnahmen im Rahmen des Energiepflanzenanbaus.

Der Anbau nachwachsender Rohstoffe zur Erzeugung von Bioenergie ist eine von vielen Anforderungen, die an den ländlichen Raum gestellt werden. Er dient auch dem Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln, ist Lebensraum für viele wildlebende Tier- und Pflanzenarten und nicht zuletzt auch Erholungsraum für uns Menschen. Gleichzeitig schrumpft die landwirtschaftliche Nutzfläche z.B. durch den Bau von Straßen und Häusern. Daraus ergibt sich ein stetig wachsender Druck auf die landwirtschaftlichen Flächen, die all diese Funktionen auf immer weniger Raum erfüllen sollen bzw. müssen.

Im Rahmen des Projektes werden deshalb gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten Maßnahmen umgesetzt, mit denen möglichst viele Funktionen auf einer Fläche vereint werden. Der Projektraum liegt im Kreis Coesfeld im Münsterland, einer Region, in der der Nutzungsdruck besonders stark zu spüren ist. Ein begleitendes faunistisches und floristisches Monitoring untersucht den ökologischen Nutzen der Maßnahmen.

“Energiepflanzenanbau und Biodiversität – Landwirte ackern zur Förderung der Biodiversität im Münsterland” findet im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt statt.

Kontakt

Ansprechpartnerin bei der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft
Schorlemerstraße 11
48143 Münster

Christiane Baum
Tel.: (+49) 0251 / 41 75 – 181
Fax: (+49) 0251 / 41 75 – 175
Mail: baum@kulturlandschaft.nrw

Gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie durch die Landwirtschaftliche Rentenbank